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Sport + Sponsoring

Sport

Sie könnte ein zweites Sommermärchen werden - die EM 2008. Doch wie immer sie auch ausgeht, so märchenhaft wie die sportliche ist ihre wirtschaftliche Dimension. Wie im Business wird auch im Sport exakt gerechnet, gewogen und gemessen - und am Ende zählt nur die Leistung. Und dass sie fair errungen wurde ... doch der Reihe nach:

Sport ist ein Wirtschaftsfaktor, der 2004 in Europa mit 15 Millionen Beschäftigten einen Umsatz von 207 Milliarden Euro erzielte. Was Sport zu einen unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor macht - und das nicht erst seit heute!

Bereits im antiken Griechenland gab es Stars und Streit um Olympia, gab es Förderer und Mäzene. Den Siegern winkten Ruhm und Ehre, großzügige Geldgeschenke und lebenslange Pensionen. So gerieten (damals wie heute) die hehren Leitbilder von Amateurideal, Freiwilligkeit und Ehrenamt gegenüber handfesten Interessen schnell ins Hintertreffen - und selbst getürkte Siege und Sportwetten waren in der Antike an der Tagesordnung. Und heute?

Data Counts

Zwischen 30 und 40 Milliarden Euro geben deutsche Haushalte jährlich für Sport aus, drei Prozent der privaten Konsumausgaben. Eigentlich sollten wir alle rank und schlank sein, denn der Deutsche Sportbund betreut 27 Millionen Mitglieder in 87.000 Vereinen und 130.000 Sportstätten und seit 1967 unterstützt die Stiftung Deutsche Sporthilfe 164.000 Athleten und Athletinnen.

Sechs Millionen Mitglieder kicken in deutschen Fußballvereinen, es gibt fünf Millionen Turner und zwei Millionen Tennisspieler - nur Winston Churchill hielt weise dagegen: "No Sports"! Wirklich?

Die Strahlkraft der großen Stadien

Clevere Stadtväter und -mütter haben längst erkannt, dass erfolgreiche Vereine und moderne Sportstadien weit über die Region hinaus Leuchtturmfunktion haben. Ihr Eventcharakter, gepaart mit cleverem Marketing und professionellem Management zieht völlig neue Zuschauerschichten an. die Arena wird zur beliebten Kommunikationsplattform für die regionale und überregionale Wirtschaft.

Organisatoren von Sportevents schnüren Werbepakete und offerieren eine Palette von innovativen Dienstleistungen, fungieren als Arbeitgeber für die Kreativwirtschaft, ziehen zahlungskräftige Zulieferer an und schaffen neue Arbeitsplätze. 

Wer vom Sport profitiert

Das gilt auch für die Sport- und Fanartikel-Hersteller, die Touristikbranche, das vom Rauchverbot gebeutelte Hotel- und Gaststättengewerbe, der Sportfachhandel, die Textilbranche, die Elektronikmärkte, der Lebensmitteleinzelhandel und die Getränkeindustrie ... sie alle profitieren direkt oder indirekt vom Sport und freuen sich auf die Fans, die Freizeit- und Breitensportler.

Vor dem Spiel ist nach dem Spiel

Sportlich mag sie zweitklassig sein, doch wirtschaftlich ist die Bundesliga immer noch Europameister (und die profitabelste Fußball-Liga der EU). Laut dem "Annual Review of Football Finance“ erzielten die 18 deutschen Clubs in der Saison 2006/2007 einen Gewinn von 250 Millionen Euro und eine Umsatzrendite von 18 Prozent, wobei sie ihren Umsatz um 15 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro steigern konnten. 

Doch das ist nichts gegen den Umsatz rund um den Ball: Intersport International, nach eigenen Angaben weltweit größter Fußball-Detailhändler, steigerte 2007 seinen weltweiten Umsatz auf 8,5 Mrd. Euro. Intersport International vertreibt Produkte von Adidas, Nike, Puma und managet das Sportgeschäft mit offiziellen Lizenzprodukten der UEFA EURO 2008 mit über 1200 Euro-Shops in 26 Ländern.

Ein Blick in die Zukunft

Unverwechselbare Events wie Olympia, WM und EM sorgen auch weiterhin für Aufmerksamkeit und volle Kassen, doch die Kunden interessieren sich nicht nur für Spiele, sondern auch für Brot. Profaner ausgedrückt: Sport ist nur ein Teil der Freizeitaktivitäten, Bildung und Kultur rücken verstärkt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Was also ist zu tun, damit auch in Zukunft der Sport auf den ersten Plätzen liegt?

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